Nach Rücktritt: Blatter in Hamburg gelandet, um Olympia-Bewerbung zu reformieren


Hat noch ein paar Asse im Ärmel: ehrbarer Handelsmann.

Hat noch ein paar Asse im Ärmel: ehrbarer Handelsmann.

Hamburg. Wie bereits exklusiv von der Hamburger Stimme angekündigt, wird Noch-FIFA-Funktionär Sepp Blatter ab dieser Woche für die Hamburger Olympia-Bewerbung werben. Bereits am Dienstag landete er mit seinem Privatjet in der Hansestadt und bezog sein vorübergehendes Domizil im Harvestehuder Weg. Laut Augenzeugen erteilte er dort seinen 183 Bediensteten auf dem sportplatzgroßen Anwesen erste Anweisungen und verbuddelte hektisch eine große blaue Sporttasche im Garten.

„Wir sind froh, einen so profilierten Mann an unserer Seite zu haben. Hamburg braucht Olympia, das geht nur mit Sepp Blatter. Wir lieben Sepp Blatter.“ Das sagte Olaf Scholz nach Angaben von Sepp Blatter, der die Hamburger Stimme per SMS über seine Ankunft benachrichtigte.

„Nun werde ich erst einmal diese unsägliche Volksbefragung absagen. So weit kommt’s noch, dass ich mir von dem Pöbel sagen lasse, ob und wie ich meine Olympischen Spiele zu veranstalten habe!“, schrieb Blatter. Zudem wolle er seine Kontakte nach Russland und Katar nutzen, um „endlich die Sportstadien in Hamburg zu bauen, die die Stadt verdient: überdimensioniert, größenwahnsinnig und extrem teuer. Nur so wird die Olympia-Bewerbung, nur so werden die Spiele zum Erfolg.“ Die SMS endete mit folgenden Worten: „HARHARHARHARHARHAR!“

Für den Fall, dass es doch noch zu einer Verurteilung Blatters kommen sollte, hat die Stadt nach eigenen Angaben übrigens vorgesorgt und ihm einen gemütlichen Arbeitsplatz in der JVA Billwerder eingerichtet. Den Angaben zufolge ist der Arbeitsplatz extrem sparsam eingerichtet; zudem müsse Blatter dann auf die Hälfte seiner Bediensteten verzichten, hieß es. „Etwas anderes wäre der Öffentlichkeit einfach nicht zu vermitteln.“

Dienstag, 2. Juni 2015.

(Bild: Kremlin.ru / CC BY 3.0)