Gefahrengebiete in Hamburg verboten: Erleichterung bei HSV, St. Pauli, Radfahrern und anderen gefährdeten Hamburgern


Gefahr gebannt: Dieses Schild soll auf allen öffentlichen Plätzen darauf hinweisen, dass keinerlei Gefahr besteht.

Gefahr gebannt: Dieses Schild soll auf allen öffentlichen Plätzen darauf hinweisen, dass keinerlei Gefahr besteht.

Hamburg. Welch ein Glück für alle Hamburger: Die Gefahren in Hamburg haben ein Ende! Das hat das Hamburger Oberverwaltungsgericht entschieden. Damit ist die drohende Gefahr des Abstiegs für den HSV gebannt. Auch Radfahrer können aufatmen und müssen nicht mehr die Gefahr fürchten, von Autos gerammte zu werden. Selbst Autofahrer, die bei Rot über Ampeln gefahren sind, brauchen sich keine Sorgen mehr machen.

„In keinem Gebiet Hamburgs darf es jemals wieder eine irgendwie geartete Form der Gefahr geben“, sagte der Vorsitzende Richter. Dafür müsse die Stadt nun sorgen. Unfälle im Straßenverkehr, Hochwasser und Überflutungen durch die Elbe, hohe Feinstaubbelastung der Luft – über all das hat jeder Hamburger nun nur noch ein müdes Lächeln übrig. „Ich fühle mich einfach nur frei“, sagte etwa Fred Kallehusen telefonisch der Hamburger Stimme, während er nach eigenen Angaben auf einem gespannten Juteseil von der Elbphilharmonie zum Michel balancierte. Kritiker des Urteils befürchten allerdings, dass die Hanseaten  zu verantwortungslosen Menschen werden, wenn sie nichts mehr fürchten müssen. Zudem müsse man beachten, dass das Urteil nur in Hamburg gelte – in allen anderen Orten Deutschlands nicht.

Immerhin: Für den HSV kommt das Urteil  zur rechten Zeit, hat er doch gegen Stuttgart verloren und steht kurz vor dem Abstieg. „Aber diese Gefahr ist ja nun vorüber“, vermeldet die gesamte HSV-Führungsebene aus ihrem spontanen Kurzurlaub auf Hawaii. Für die nächste Saison soll nun der Einzug in die Champions League fest eingeplant werden.

Samstag, 16. Mai 2015.